Vor kurzem besuchte ich eine kulinarische Veranstaltung in München, die sich "Wein - Brot - Vinyl" nannte: Zu verkosten gab es vier Gänge mit unterschiedlichen Brotsorten von handwerklich arbeitenden Bäckereien aus München mit darauf abgestimmten Aufstrichen (ich sage nur französisches Brioche à la crème brulé!). Dazu servierte der Weinhändler vor Ort das jeweils passende Glas Wein und ein Gast-DJ legte richtig gute Platten auf. Ein rundum gelungener Event!
Ideator und Veranstalter des Ganzen war Lukas Loidol, Brot-Sommelier und Gründer von Brot Moment. Er macht sich stark für richtig gutes Brot, organisiert Brot-Tastings und Caterings und will mehr Menschen für das Thema begeistern. Hier auf seiner Website gibt es aktuelle Termine und online auf sueddeutsche.de diesen Artikel über seine Arbeit zu lesen.
Wir kamen schnell ins Gespräch und bald folgte eine Brot-Olivenöl-Session bei mir zuhause. Wir bereiteten gemeinsam eine Panzanella, einen toskanischen Brotsalat, zu und verkosteten unterschiedliche Brotsorten mit mild- bis intensiv fruchtigen Olivenölen und diskutierten das Perfect Pairing. Hier meine Empfehlung:
Zu klassischem Weizen-Weißbrot empfehle ich mild- bis mittelfruchtige Öle mit dezenten Bitternoten und mittelintensiver pfeffrige Schärfe.
Für ein Sauerteig-Landbrot mit einem Hauptanteil an Weizen- und einem kleineren Anteil an Roggenmehl schmecken mittelfruchtige Olivenöle besonders gut, wie z. B. das Vargnano aus der Emilia Romagna. Aromatische Noten von Artischocke und Strauchtomate treffen auf mittelkräftige Bitternoten und Schärfe.
Deftige Vollkorn- und Samenbrote vertragen auch intensiv fruchtige Olivenöle. Hier reichen nur wenige Spritzer des intensiv fruchtigen Olivenöls mit deutlichen Bitternoten und pfeffriger Schärfe, denn die vielen Körner und Samen im Vollkornbrot sind auch schon Lieferanten von gesunden Fetten.
Foto: Lukas Loidol - Brot Moment
instagram: @vonRaketezuBrot
Das könnte Sie auch interessieren


